"Asozial" - Staffel 1

Folge 1.1. - Folge 1.7.

Folge S1.F1. - "Pilot"

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ERSTE FOLGE - PILOT

 

AUFBLENDE

 

INNEN – SUPERMARKT - NACHMITTAG

 

Patrick Fuchs, 25 Jahre alt, mit kurzem braunen Haar und trainiertem Körper. 

Verkrampft sitzt er an einer Supermarktkasse und reibt seine Hände durch den struppigen Dreitagebart.

Aller 5 Sekunden schaut er nervös auf seine Armbanduhr und dann wieder zur Eingangstür des Ladens.

Wie aus dem nichts schlägt ihm eine große behaarte Hand 

auf die Schulter.

 

Patrick dreht sich erschrocken um.

 

Patrick:
(hektisch) 
Ich war´s nicht, sie haben überhaupt keine Beweise.
(schaut in das verwunderte Gesicht seines Chefs)

 

Herr Schwarz - ein beleibter, glatzköpfiger, sympathisch dreinschauender Mann mittleren Alters.

Auf seinem Namensschild steht groß und in roter Schrift „Teamleiter Schwarz“.

 

Schwarz:
(besorgt) 
Herr Fuchs was haben sie? 
Geht es Ihnen nicht gut?
 
Patrick:
(erleichtert) 
Alles in Ordnung Herr Schwarz, ich habe nur ein wenig Bauchschmerzen.
 
Schwarz:
Sie können ruhig eher Schluss machen, wenn sie wollen. 
Ich rufe schnell eine Aushilfe her und sie kurieren sich richtig aus. Einverstanden?
 
Patrick:
(abwiegelnd) 
Nein, nein, alles gut. Ich muss bleiben, sie wissen doch ohne mich geht hier nichts. Mir geht es auch schon viel besser.
Ich hab´ bestimmt bloß etwas Falsches gegessen.
 
Schwarz:
Gut aber nicht, dass sie es übertreiben, ich kann doch nicht meinen besten Mann verlieren.


Er hebt seinen Daumen, zögerlich hebt Patrick seinen ebenfalls.

 

Schwarz:
Ach, Herr Fuchs was ich noch sagen wollte, wenn sie diesen Monat die Miete nicht zahlen können, ist das auch kein Problem. Ich kenne doch die finanzielle Situation von ihnen und ihrem Bruder.
Zahlen sie einfach, wenn sie beide wieder flüssig sind.
 
Patrick:
Ich weiß das echt zu schätzen, danke Herr Schwarz.
Sie sind der beste Vermieter und Chef der Welt.
 
Schwarz:
Was macht denn ihr Bruder David eigentlich beruflich?
Will er nicht mal hier anfangen? Ich hätte noch ne´ Stelle frei.
 
Patrick:
(überlegt) 
Nein, er hat sich da so ne´ todsichere Sache ausgedacht, da kommen wir schnell an viel Geld und vielleicht wird sogar keiner verletzt.
 
Schwarz:
(lächelt) 
Besser als kriminell zu werden.

 

Nach diesem Satz stürmt ein Mann mit schwarzer Sturmmaske den Laden.

 

Bewaffneter Mann:
(brüllt rum) 
Alle auf den Boden und wehe einer löst den verdammten Alarm aus.

 

Im ganzen Laden sind eigentlich nur Herr Schwarz und Patrick.

Alle 3 schauen sich hilflos an. Peinliches Schweigen.

Um das Schweigen zu durchbrechen, stößt der Bewaffnete einen Aufsteller mit Süßigkeiten um.

 

Schwarz:
(ängstlich) 
Wir haben gar keinen Alarm den ich auslösen könnte und warum haben sie das umgeschmissen, dass dauert Stunden sowas aufzubauen.
 
Mann:
(kommt mit der Waffe näher) 
Schnauze Fettsack, ich habe dich nicht nach deiner Lebensgeschichte gefragt und jetzt leg dich auf den Boden.
(schaut zu Patrick und zielt auf ihn) 
Los du da Patri...ähh Kassierer, mach den verdammten Laden zu.

 

Patrick verdreht die Augen und verschließt dann umgehend das Geschäft, mit Hilfe einer elektronischen Zahlenkombination. Keiner kommt mehr rein oder raus.

 

Mann:
(gibt Herr Schwarz einen Tritt) 
Aufstehen und mach den Tresor auf.
 
Schwarz:
Warum sollte ich mich dann erst hinlegen? Das ist alles ziemlich willkürlich hier.
Außerdem habe ich den Schlüssel nicht.
 
Mann:
(schaut zu Patrick leicht besorgt) 
Stimmt das?
 
Patrick:
(scheinheilig) 
Was fragen sie mich das Herr Gangster?
(mit Nachdruck) 
Ich kenn sie doch überhaupt nicht.
 
Mann:
(flüsternd in Patricks Richtung) 
Ich bin´s doch, Dave, dein Bruder, wir wollten das Ding doch heute durchziehen, oder nicht?
 
Patrick:
(geht zu ihm und boxt ihn auf die Schulter)
Ja, aber keiner sollte merken, dass wir 
zusammenarbeiten du Vollidiot. Jetzt weiß er wer du bist.

 

Dave zieht seine Maske ab. Er ist kräftiger gebaut als sein kleiner Bruder. Er hat schwarze Haare und blonde Strähnen.

Er hat ebenfalls einen Dreitagebart.

 

David:
(schmeißt die Maske weg) 
Der Plan war eh dumm.
 
Patrick:
Du bist dumm. 
(geht sich genervt durch die Haare) 
Und was machen wir jetzt mit ihm?
(zeigt auf Herr Schwarz)
 
Schwarz:
(beruhigend) 
Lasst mich e